Mittwoch, 15. Mai 2013

Das Beste der Toskana

Heute waren wir vormittags wieder in 50 Grad heißem Schwefel- und 10 Grad kaltem Flusswasser baden. Nach dem Mittagspicknick gings dann mit zunächst maulenden und dann schlafenden Kindern nach Colle di Val d' Elsa.
Colle
Das ist ein nicht ganz so kleines toskanisches Städtchen welches zunächst wohl eine größere Burg war und dann zur Stadt umgebaut worden ist. Bekannt ist Colle durch sein Kristallglas.


 In der neueren Stadt unten sieht man Teenager mit Gürteltaschen und grauen Trainingshosen mit Schriftzug auf dem Hintern, ist wohl Mode jetzt. Überall in der Altstadt sieht man Burgbestandteile die nun Häuser sind. Im Gegensatz zu Siena die etwa 10 Rolltreppen hintereinander gebaut haben um von der Unter- in die Oberstadt zu kommen, hat man in Colle einen tollen öffentlichen Glasaufzug in einen ehemaligen Burgturm gebaut, Wahnsinn. Da es kurz regnete nutzten wir die Zeit für einen Friseurbesuch, ich bekam die Haare geschnitten und die Familie wurde durch zuschauen unterhalten.
Anschließend gings noch auf Empfehlung unserer Wirtsleute  in einer ehemaligen Dorfdisko mit einer Busladung Amerikaner T-Bone Steak - Stück Fleesch und Taglitelle - fast rohe gebratene Kalbfleischstreifen essen. Als Gruß der Küche gabs ne Art Tomatenbabybrei der Das Mädchen gut geschmeckt hat. Auf einer Weide hinter der umgebauten Dorfdisko rannte übrigens zu Hauf domestiziertes unverarbeitetes Wildschweingoulasch rum.

öffentlicher Aufzug von Colle

ebenda

neue, alte und ganz alte Signaltechnik

so hat man sich in der Krypta der Kirche von Colle die Hölle vorgestellt

so auch

Pferde 

die Hölle besteht nach Ansicht der Kirchenmänner offenbar auch in Colle aus hässlichen Frauen

Colle

Colle
Colle


Kakteen in Colle

ich mit frischgeschnittenen Haaren

der Bauchbeuteltaschenbeweis

Flowers

die unverarbeiteten Goulaschtiere

Busch

Babybrei bzw. klingonisches Nudel Gagh als Gruß aus der Küche

Fleesch

Friseur

Das Mädchen total im Eimer beim Abendessen













Kommentare:

Sabine Kittel hat gesagt…

Ihr Lieben,
na da habt Ihr ja mit Colle eine Entdeckung gemacht - das sieht dort aus, als sei Hunderte von Jahren gar nix passiert. Da erlebt Ihr die Toscana wirklich mit allen Facetten.
Leben denn dort noch genug junge Leute oder wandern die in die Städte ab? Wovon leben denn die Menschen - vom Wein? Ich hab mal bei Wiki geguckt, da steht, 2007 sollte eine Moschee mit 8m hohem Minarett in die Stadt gebaut werden (was für viele Einwanderer spricht), das haben aber die Einwohner drastisch verhindert. Also da scheinen die Wellen schon auch mal hoch zu schlagen! Die Bilder sehen jedenfalls aus wie aus dem Film "Christus kam nur bis Eboli".
Spannend. Weiter so und liebe Grüße - mum

Nadia Grötsch hat gesagt…

In der Unterstadt leben tatsächlich viele Einwanderer, das liegt bestimmt daran, dass Colle so eine Art industrielles Zentrum ist, mit ein paar Fabriken und Einkaufszentren ringsum...
Die Oberstadt sieht zwar wirklich aus wie im Mittelalter, aber auf den zweiten Blick sieht man, dass einige Künstler hergezogen sind, die mit der Landschaft, dem Glas und der Geschichte allerlei Modernes machen und dass es einen fitten Bürgermeister geben muss, der EU-Gelder einwirbt und viele Veranstaltungen initiiert. Dieses Künstlerflair haben wir bisher so in anderen italienischen Kleinstädten noch nicht beobachtet. Colle ist irgendwie doch anders als die anderen Städtchen und vor allem ohne Amerikaner.

Cindy hat gesagt…

hallo,das Städtchen ist bestimmt schon mal als Kulisse für einen Mittelalterfilm benutzt worden.Wenn nicht sollte man es tun...grins.Ach ja...der "Busch" ist übrigens ein Ginster.....gibt es hier in Deutschland auch im Wald.Wollte auch mal "Klugsch.....Viel Spaß euch noch..Liebe Grüße.Euer Hausgeist...