Freitag, 19. April 2013

Weinstraße nach Crea und nochmal kurz Casale



Heute waren wir nach spontaner wilder Fahrt durch die Gegend (eigentlich wollten wir nur ins übernächste Dorf) plötzlich am höchsten Berg im Monferrato Gebiet angelangt, dem Berg Crea. Von hier wurde das Gebiet missioniert. Der 92jährige Tenuta-Opi Francesco, der immer noch als Anwalt arbeitet, hat uns gesagt, dass es da einen netten Ausblick gäbe. Er sagt, es ist wie beim Sex, if you dont give up gehts immer weiter und da seine Frau tot ist, kann er eben nur noch arbeiten um jung zu bleiben :)

Crea ist ein wenig wie der Wünschendorfer Märchenwald, statt Klapperwasserspiele mit Märchen hat man überall auf dem Rundweg zum Gipfel verteilt kleine ein wenig gammelige Kapellchen mit Heiligengeschichten.
Heute morgen war es ein Heiligtum ohne Touristen, denn wir waren allein.
die verschiedenen Apostel diskutieren hier ob es eventuell regnen wird

Engel


Hauptheiligtum von Crea


Engel im Hauptheiligtum von Crea "Il Paradiso"

Ausblick, irgendwo rechts im Nebel Conzano mit der Tenuta


Anschließend haben wir festgestellt, dass die Dorfkneipe in Conzano 11:45 Uhr natürlich noch nicht aufhat, sodass wir nach einem Einkauf im Dorfladen frische Agniolotti kurzerhand selbsterhitzt haben.

Nach einem entspannten Mittagsschlaf sind wir dann noch Eisessen gefahren. Interessant ist, dass Der Junge  recht anpassungsfähig in Bezug auf sein Schlafbedürfnis geworden ist. Bei Städtetouren hält er ohne zu Murren mehrere Tage ohne Mittagsschlaf aus. Abends geht er ohne zu Murren mal um 7 und mal erst um 11 ins Bett. Auch den Unterkunftswechsel verträgt er gut, das hätten wir von ihm nicht gedacht. Sofern Das Mädchen  nachts schlafen kann und tagsüber alle 3 Stunden, ist auch sie guter Dinge.

In Conzano habe ich mir heute eine Telefonkarte für Google Navigation in Innenstädten besorgt, Vodafone Prepaid 50 Euro für 3 Monate je 1 GB. Anschließend habe ich ein Eis von einer netten Eisverkäuferin geschenkt bekommen, die froh war, dass sie ihr Englisch benutzen konnte.

Um den Der Junge  ein wenig selbstbespassender zu bekommen, haben wir noch 4 Stück Kinderspielzeug gekauft.
Der Junge  nach dem 1. Nachtisch vor dem Hasen (2.vr)
Familienbild
Wir sind ein wenig traurig, dass wir uns von Manuela und Ihrer Familie verabschieden müssen, die uns wirklich sehr umsorgt hat. Fast jeden Abend gab's was zu essen, unsere Wäsche wurde gewaschen, und sie hat jeden Tag 3 Mal nachgefragt, ob uns auch wirklich nichts fehlt. Bereits der zweite Unterkunfts-Volltreffer, das hat Nadia gut gemacht.
unsere Gastgeberfamilie, Manuela, Carlos und Fancesco (der Opi)
Tenutatür



Tenutawohnzimmer
Tenutaküche mit Wappen


Tenutabewohner am täglich frisch mit Holzbefüllten Privatkamin, 







Leckereien, die Nadia erwarb

Tenutatreppenhaus zu unseren zwei Schlafzimmern

Tenutaausblick
Tenutator
Tenutaparkplatz



unser Wartburg Tourist vor der Tenuta
Nachtrag zu den Leckereien: Die Gegend hier ist der Ursprung der Slow Food-Bewegung, auf gutes Essen und vor allem gute Zutaten legt man hier großen Wert. Das ist auch einfach, denn hier gibt es gute Zutaten in Hülle in Fülle. Besonders Kirschen, Reis (Risotto!!), Haselnüsse (für sensationelles Nougat) und Fleisch von weißen piemonteser Rindern kommen von hier. Der Laden in Casale, in dem ich (Nadia) heute war, war sicher der schönste Delikatessenladen, den ich je gesehen habe. Reis, Wein, Olivenöl, Haselnüsse, Schokolade, feines Gebäck und Nougat in Hülle und Fülle. Mein persönliches Highlight heute.

Kommentare:

Nadine Haucke hat gesagt…

kleiner tipp für verona: am besten ganz zeitig losfahren, sonst kein durchkommen zum balkon der liebreizenden julia ( vor allem mit kinderwagen kein vergnügen)
und falls ihr ihn nicht findet, einfach den plötzlichen wie aus dem nichts auftauchenden massen von leuten folgen, dann habt ihr ihn gefunden, sehr spaßig :-)

Nadia Grötsch hat gesagt…

Danke!! Wir hoffen ja, dass in Verona genauso wenig los ist, wie sonst überall, wo wir bisher waren...